Wenn man so verliebt ist wie wir beide, kommt irgendwann der Wunsch nach Nachwuchs auf. Etwas zu spät natürlich. Aber gewusst hätten’s wir schon gerne, wie der denn ausgesehen hätte. Aber wir leben ja im 21. Jahrhundert und alles ist möglich. www.StorchDich.de hat es uns zumindest virtuell möglich gemacht: Voilà, unser Nachwuchs ist da. Sie heißt Heka. Ganz gut geraten. Trotz des Genmaterials.
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¡salud!
Meinen XX. Geburtstag wollte ich ja eigentlich ignorieren. Aber noch vor dem hessischen Ministerpräsidenten und dem Landrat kamen die ersten Gratulanten von der Bildzeitung. Ich hab diesen Papparazzi gleich meinen Krückstock zwischen die Beine geworfen und mein Gebiss auf ihren Kameras postiert, und als sie nicht aufhörten, mich zu fotografieren, habe ich ihnen auch noch meine Inkontinenzwindel entgegengeschleudert. Das hat schön geklatscht!
Als dann endlich wieder Ruhe einkehrte, wurde es im engsten Familienkreis richtig gemütlich. Die Sonne tat ein übriges, spanisches Urlaubsflair in unsere Hütte zu zaubern. So schmeckten die gegrillten Sardinen, Masjas Gnocchisalat, ein minziges Tabuleh, etliche Liter Sangria und der Anblick meiner Liebsten nach Süden und Lebensfreude. Getoppt wurde das ganze noch durch ein sauleckeres Ananas-Bounty-Carpaccio, hier in der Mousse-Variante, von meinen beiden Kleinen. Da wird man doch gerne älter. Ich bin halt ein Sonntagskind. Gefehlt hat eigentlich nur Amira zum perfekten Tag.
Osterbrunch
wie er sein soll: Opulent und endlos. In Frankenberg bei Omeli beginnt er so gegen 14 Uhr mit gegrillten Brandenburger Würsten, spanischem luftgetrockneten Schinken von der Schwarzen Sau, Ziegensalami und -Käse aus der Schirn, weiteren leckeren Schweinereien, knusprigen KitKat-Hasen und wunderschönen gefärbten Eiern von Irmgard; erreicht seinen Höhepunkt um 16 Uhr, steigert sich mit Kaffee und Kuchen um 17 Uhr, um ab 20 Uhr mit einem leichten Dinner vom Dialog der Lammkeulen (klassisch und nach Schuhbeck) mit Spargelrisotto und Radieschensalat seinem zweiten Höhepunkt entgegen zu streben und gegen Mitternacht mit einem Vanilleeis an warmem Apfel-Limettenkompott zu enden. Das sind dann die Momente, wo man sich schwört, nie wieder was essen zu wollen. Und schon am Ostermontag wird dieser Schwur wieder gebrochen. Mit dieser Familie macht das Schwachwerden allerdings besonderen Spaß. Und mit meiner wachteleierohrhängigen Froschkönigin sowieso.
Goldene Eier
gab’s in der Goldstadt Pforzheim zwar nicht. Dafür hatte Amira alles aufgefahren, was unser Herz begehrt. Angefangen vom Super-Karfreitags-Brunch bis zum opulenten, original schwäbischen Dinner: Rotweinknöpfle an Geschnetzeltem von der Rinderhüfte mit Spinatsalat. Dazu ein Wetter wie gemalt. Was lag näher, als am Samstag gleich mal den Wochenmarkt zu inspizieren. Die Auswahl war ebenso gigantisch wie verführerisch. Sollte es schon badischer Spargel werden? Oder lieber frischer Bärlauch? Der Lauch gewann und verzauberte bei einem mitternächtliches Dinner nackte Spaghetti mit Parmesan. Mich haben meine beiden Begleiterinnen verzaubert. Da kommt man doch gerne wieder!
Die Einsamkeit der Fensterputzerin
Wenn sich Leiden mit Leidenschaft paart, entstehen Bilder, die ganze Geschichten erzählen. Z.B. die vom verlotterten Haus in Selters, das zum Verkauf frühlingsfrisch gemacht werden musste. Mehr als 10 staubige Jahre lang nicht geputzte Fenster und deren Rahmen warteten auf die Putzkolonne der Raaben unter argusäugiger Richtlinienkompetenz meiner Liebsten. Deren Leidenschaft für strahlende Fenster wurde schon sehr auf die Probe gestellt. Unter vollster Hingabe haben wir geschrubbt wie die Weltmeister. Allein, der Dreck war stärker. Und das Wasser kalt, da kein Öl mehr in den Heizungstanks war. Da halfen weder der unbändige Einsatzwille aller Beteiligten noch literweise Scheibenklar. Was blieb, waren Schlieren, die sich fröhlich in den ersten Sonnenstrahlen suhlten und eine völlig demoralisierte Kolonnenführerin. Ich danke dir, mein Schatz, für Deinen Einsatz gegen anderer Leute Dreck. Noch ist das Haus nicht fertig, viel Arbeit wird uns noch erwarten. Dein Lohn aber wird ein entspannter Mann an Deiner Seite sein. Mit Geld nicht aufzuwiegen!
Krankfurter Franz
Happy Birthday, Liebste!
Weil ich Dein Faible für Frankfurter Kranz kenne, hab ich es gewagt und mich an Selbigem versucht. Na ja, für’s erste Mal nicht schlecht. Es wäre ja auch zu vermessen gewesen, an das von Dir so begehrte und verehrte Vorbild meiner Tante Sigrid auch nur annähernd heranzureichen. Durch zuviel gegoogle nach dem richtigen Rezept gerann mir die Buttercreme, der Bisquit buk zu lange, die Schicht Erdbeerkonfitüre hätte eben doch Johannisbeere sein sollen und die extra Schicht Ananasgelee war dann doch zuviel des Guten. Statt Kirschen sollten es Erdbeeren sein, aber die kandierten waren nicht aufzutreiben in der Provinz und die eingemachten waren arg vermatscht. Außerdem bekam ich nicht so viele Früchte auf den Kranz wie Jahre in Deinem Bauch sind. So musste eine Kodierung der Früchte die Zehner und Einer der Jahresanzahl symbolisieren. Nein, nicht 84! Ich freu mich auf den nächsten Versuch …
Nähmaschinenversteher
Herzlichen Glückwunsch, Ahmad! Zur Feier des Tages im Raabennest und zum aktiven Abbau der Geburtstagstortenkalorien haben sich die beiden Leidwölfe an der Nähmaschine versucht. Ich würde meiner Liebsten ja ganz gerne die Roben auf den Astralkörper schneidern. Wenn ich denn diese Teufelsmaschine beherrschen würde. Ahmad gab sich alle Mühe, es mir näher zu bringen. Aber entweder versagte mein Vorstellungsvermögen oder die Einfädelmechanik. Da hilft nichts: Eine Gebrauchsanleitung muss her! Aber Hauptsache, es hat Spaß gemacht. (to be continued …)
Danke, Angie!
Wär hätte je gedacht, dass unser Schrott noch mal so viel Kohle bringen würde. Und das Gefühl, am neuen Aufschwung der BRD mit Schuld sein zu dürfen! Obwohl wir ja faktisch der italienischen Nobelmarke Ferrari (na, gut: deren popeliger Tochter) zu mehr Umsatz verholfen haben. Aber wir sind ja nicht chauvinistisch veranlagt. Würde bei unserer fantastischen bayerisch-hessischen Melange auch nur hinderlich sein.
Viel Spaß, kleine Raabentochter, mit deinem Pandabärchen!
89 und kein bisschen greise…
In diesem Alter noch so drauf sein können! Was für eine Gnade!
Und ein frommer Wunsch für den Wolpertingerprinzen und seine Froschkönigin.
Na, vielleicht hab ich ja die mütterlichen Gene geerbt. Und Amphibientiere sind ja von Haus aus die Methusalems der Evolution.
Sinnliche Weihnachten
Das Jahr war anstrengend und hektisch. So viel passiert. Veränderungen überall. Nicht immer zum Guten. Aber immer in eine Richtung: Weiter! Immer ein Stück unseren Zielen näher. Seit über drei Jahren gemeinsam auf einem guten Weg. Und noch ganz viel vor uns. Unsicheres Gelände. Zusammen werden wir sicher weiter kommen.
Ohne Pause geht es nicht. Wir werden die Feiertage nutzen, uns zu besinnen, uns ganz nah zu sein. Mit allen Sinnen. Genießen. Lieben. Atem holen. Entspannen, ganz ohne Hektik. Zusammen mit unseren Liebsten. Ich freue mich drauf wie ein Kind auf die Geschenke.
Die Froschkönigin und ihr Wolpertingerprinz wünschen Euch sinnliche Feiertage.